Gut führen heißt vernetzt führen

2018-11-06

Gute Führung heißt nicht einfach mal wieder etwas anders führen, sondern Führung zu teilen und im Netzwerk wahrzunehmen.

Eine Umfrage unter 400 deutschen ManagerInnen zeigt: Der Führungsstil in Deutschland ist völlig überholt. Wenn es um die Suche nach Fachkräften geht, kann das zum Nachteil werden. Woran es hapert und was sich ändern muss.

Wesentliche Eigenschaften guter Führung, die heute und morgen gebraucht werden, haben mit interner und externer Kollaboration zu tun. Genannt werden hier u.a. Flexibles Arbeiten in wechselnden Teamkonstellationen, Kollaborationsfähigkeit, Selbstorganisierendes Netzwerken, Kollaboration mit externen Stakeholdern zur Lösung gesellschaftlicher Themen.

Ein solcher Prozessmusterwechsel hin zur Kollaboration lässt sich nur bedingt in Seminaren und Workshops erlernen oder gar in der Organisation etablieren.

Eine Kollaborationskultur entsteht durch das tägliche Tun in der Praxis des Unternehmens und die gezielte Reflexion von Erfahrungen mit Kollaborationen in persönlichen und gemeinschaftlichen Lernräumen.

Deshalb ist es so wichtig, dass Unternehmen und Universitäten zu anderen Lerndesigns des Action Learning, des Erfahrungslernens mit Praxissimulationen, der kollegialen Beratung, und der Reflexion in der Aktion übergehen, die dabei unterstützen, Just-in-Time, im und nah am Tagesgeschäft mit neuen Kollaborations- Praktiken Erfahrungen zu sammeln und sie zum Kulturgut der Organisation zu machen. Nur mit solchen kollaborativ angelegten Lerndesigns - bei denen die Art des Lernens und der Inhalt übereinstimmen - kann es gelingen, einen Prozessmusterwechsel zur Kollaborationskultur zu meistern.

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